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Die Bestandteile eines Brautkleides
Über die Jahre wurde das Brautkleid zu einer Ikone der Kleidung. Man assoziiert es mit Freude, Verbundenheit, Festlichkeit und Hoffnung. Für viele Frauen ist der Preis des Brautkleides die Ausgabe Ihres Lebens. Trotzdem wissen nur wenige Bräute, was das Brautkleid ausmacht.
Jede Version - egal welche Form oder Größe - ist das Resultat von verschiedenen zusammenspielenden Details, die den Träger zu einem Unikat werden lassen. Zum Beispiel kann der Sexappeal eines Etuikleides mit der Addition eines floralen Elements heruntergespielt oder durch ein halterloses Oberteil und einen sexy Kleidschlitz hervorgehoben werden. Ein großes Tüll-Ballkleid kann seine Prinzessinen-Erscheinung mit vielen Schichten, einer engen Taille und Bodenlänge unterstützen oder es kann moderner aussehen mit einer heruntergezogenen Taille und halterlosem oder asymetrischem Oberteil.
Bevor Sie Ihre Brautkleid-Suche beginnen, sollten Sie sich einen Moment für die folgenden Brautkleidelemente nehmen. Jedes einzelne muss nicht das Richtige für sich allein sein, aber in der Verbindung kann es die perfekte Einheit ergeben.
Silhouette
Die Silhouette bezieht sich auf den Gesamteindruck des Kleides. Es ist das notwendigste einzusetzende Element, weil die Form eines Brautkleides alles andere beinflussen wird. Das eingepasste Mieder und der volle glockenartige Rock des Ballkleides zum Beispiel überträgt eine Cinderella-Stimmung und ergibt somit die perfekte Wahl für die Prinzessinnen-Braut. Das Empire-Kleid auf der anderen Seite ist ein weicherer Stil, der mit seiner fraulichen Formung eine Eleganz hervorruft.
Oberteile und Corsagen
Das Oberteil ist aus zwei Gründen sehr wichtig. Zum einen ist es der Teil des Kleides, den man zuerst betrachtet. Zum anderen lenkt es von allem anderen ab, wenn Sie es möchten. Einige Halsausschnitte sind extra so gestaltet, dass sie Ihnen Abdeckung ermöglichen. Andere wiederum sind dadurch definiert, was sie unbedeckt lassen. Der richtige Halsausschnitt kann also Charakter zu einem Kleid addieren oder ein Accessoir
Taille
Technisch gesehen ist die Taille des Brautkleides die horizontale Naht, die das Oberteil mit dem Rock verbindet. Zusammen mit den Ärmeln und dem Halsausschnitt gibt die Taille dem Kleid Charakter zu einer bestimmten Silhouette. Außerdem ist es das Element, welches Form und Balance in das Kleid bringt. So ist die verlängerte V-Taillenform die perfekte Ergänzung zu einem weit auslaufenden Ballkleid, die die natürlich fließende Taille eines A-Linien-Kleides sowie die zarten Kurven des Kleides hervorhebt. Die Taille bestimmt desweiteren wie ein Kleid Ihre Figur formt. Heruntergezogene Taillen erzeugen einen gestreckten Oberkörper. Hoch angesetzte Taillen des Empire-Kleides sind für Ihre schmälernde Wirkung bekannt.
Ärmel
Die Ärmel eines Brautkleides können die Bedeutung eines Oberteils verstärken und den Rock ausbalancieren. Nicht zuletzt durch die Jahreszeit der Hochzeit bestimmt, gibt die Auswahl des Ärmels an, wieviel Haut gezeigt werden soll oder nicht. Es gibt lange Ärmel, dramatisch eingepasste Ärmel, die an der Schulter ein wenig hochgepufft sind, ein glockenförmiger Ärmel, der an den Schultern eng ist und am Handgelenk weit ausläuft. Auf der anderen Seite des Spektrums sind reizende super-spärliche Stile wie kleine Haubenärmel, die nur den Oberarm abdecken und Spaghetti-Träger, die aufgrund Ihrer lingerieähnlichen Art favorisiert werden.
Saum
Der Saum eines Brautkleides bezieht sich auf seine Länge. Ein Element, das sich drastisch durch die Geschichte verändert hat. Bis 1915 hatten Brautkleider generell Bodenlänge. Ende der 20er Jahre stiegen sie auf Knielänge an, bis sie wieder in den 30er Jahren auf Wadenlänge heruntergelassen wurden. Als der Minirock mitte der 60er Jahre in Mode kam, war die Länge eines Kleides die persönliche Wahl der Braut. Die Länge Ihres Brautkleides kann die Förmlichkeit Ihrer Hochzeit diktieren. Generell kann man sagen, je förmlicher das Kleid desto förmlicher die Feierlichkeit. Bodenlange Kleider sind die Formellsten. Grundsätzlich liegt dies jedoch daran, dass man sich als Braut in einem langen Kleid mit Schleppe einfach nicht so frei bewegen kann wie mit einem wadenlangen Kleid.
Stoff
Stil, Form, Beschaffenheit, Faltenwurf und Jahreszeit sind alles wichtige Faktoren bei der entscheidenden Frage des besten Stoffes für ein Brautkleid. Der gleiche Kleidstil kann ganz anders aussehen und sich ganz anders anfühlen mit einem anderen Stoff. Jedes Material wird für einen ausgeprägten Effekt produziert. Manche Stoffe haften am Körper während manche weit abstehen. Manche werden für ihre Knitter geliebt, manche aufgrund dessen, weil sie so leicht wie eine Feder sind. Seide, ein natürliches Material, das eine ganz eigene, raffinierte Qualität ausstrahlt, ist unumstritten das begehrteste Brautkleidmaterial. Mit ihrer Elastizität, Spannkraft und Stärke. Ebenfalls unter den häufigsten Brautkleidmaterialien: Satin. Eine dicht gewebte Seide, die wegen ihrem sensationell schimmernden Glanz so begehrt ist. Duchesse-Satin, ein Gemisch aus Seide und Kunstseide ist leichter und preiswerter als reiner Seidensatin. Charmeuse-Seide ist eine leichte Seide mit einem schwachen Glanz, Shantung-Seide ist eine Seide mit kaum Glanz, jedoch viel Struktur und einer unebenen Oberfläche. Dann gibt es noch Chiffon, Tüll und Organza, die alle in vielen Schichten für die Röcke der Brautkleider verwendet werden, weil sie alle transparent und federleicht sind.
Spitze
Oft übersehen und dennoch so wirkungsvoll. Subtil und doch so beeindruckend ist sie die perfekte Sinnbild einer Braut. Sie verhüllt und enthüllt zugleich. Sie addiert einen Touch vergangener Anmut und ist trotzdem absolut aktuell. Eine Braut, die Spitze trägt, ehrt eine zeitlose Tradition. Die Herstellung einer Spitze - beinhaltet ketteln, spinnen und die Vernetzung von Wolle, Seide, Nylon und anderen Fadensorten, um ein Muster zu bilden - wurde im 15. Jahrhundert von einer Stickerei entwickelt. Heute wird Spitze in Brautkleidern so umfangreich verwendet, dass sie fast ein Synonym dafür ist.
Verzierung
Die Verzierung ist das Tüpfelchen auf dem i. Richtig eingesetzt addiert es Glamour und Individualität zu einem Kleid. Königin Victoria ergänzte 1840 ihr puristisches Kleid mit frischen orange-farbenen Blüten. Man glaubte früher, je verzierter das Kleid, desto wohlhabender die Braut. Heute ist es die Qualität, nicht die Quantität der Verzierung, die zählt. Kunstvolle Stickereien werden eingesetzt, um Fülle und Textur zu einem einfachen Stoff zu verleihen. Kleine, changierende Pailetten, Perlen und Schmucksteine werden aufgenäht, um dem Kleid ein dekoratives Funkeln zu verleihen.
Rock-Details
Der Rock bestimmt die Persönlichkeit des Brautkleides. Ein paar gut platzierte Details können darüber hinaus den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem außergewöhnlichen Kleid machen. Kleine Details können Länge und Volumen, Romantik und Tiefe schaffen. Mit drapiertem Stoff am hinteren Teil des Kleides, der in einer Schleppe ausläuft, addiert man auch zu schmal geschnittenen Kleidern dramatische Fülle. Andere Details, wie strategisch platzierte Schlitze oder Plissee können den Sexappeal eines Kleides erhöhen, während dramatische Drapierungen und weiche Wellen es poetischer gestalten.
Oberteil-Details
In Addition zu den Verzierungen wie Perlen und Stickereien können Brautkleid-Oberteile mit dekorativen Details versehen werden, die Romantik und Individualität erzielen. Die Rückseite eines unbeliebten Tank-Tops kann ein verführerisch-freizügigen Rücken enthüllen. Ein hoch geschlossener Halsausschnitt kann durch einen Schlüsselloch-Ausschnitt akzentuiert werden. Ein halterloses Oberteil wird durch eine vielzahl kleiner Swarowski-Kristalle zu einer wahren Augenweide. Ihre Ziele mögen unterschiedlich sein, dennoch haben all diese Details eines gemeinsam: Sie hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
Schleppe
Mehr als jedes andere Element des Brautkleides hat die Schleppe die Fähigkeit zu verwandeln. Sie ist das verlängerte Teil des Kleides, das auf dem Boden liegt und sich nach der Braut zieht, wenn sie geht. Sie gibt ihr etwas majestätisches. Schleppen kannte man schon im Mittelalter, als Länge, getragen am Gericht, die den Rang wiederspiegelt. Abnehmbare Schleppen - die jede Länge haben können - werden normalerweise durch Knöpfe am Brautkleid befestigt. Später kann man sie abnehmen, um sich frei bewegen zu können.
Farbe
Trotzdem das Brautkleid in der Geschichte nicht immer weiß war, ist die Tradition, ein weißes Kleid bei der Hochzeit zu tragen, unvergleichlich symbolträchtig. Dennoch geschieht im Moment ein Trendwandel. Das harte Weiß wurde von den Tönen Ivory, Champagner und Naturweiß fast schon abgelöst. Außerdem verwenden Designer verstärkt andere Farben für Brautkleider. Von Platinfarben und Gold bis hin zu Rosé, Lavendel und blassem Blau erfährt das Brautkleid in den neusten Trends mehr Variationsmöglichkeiten denn je. Mehr und mehr Kleider werden auch mit Accessoires versehen, die einen farbigen Akzent setzen.






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